Damit Studium und Abschluss nicht am Geld scheitern
Als Lecturer am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Universität München und als solche für die Praktikaberatung unserer Studierender zuständig. Dabei ist mir aufgefallen, dass es im deutschen Stipendiensystem eine Förderlücke gibt. Zur Förderung von Auslandspraktika gibt es mehrere Stipendienprogramme, Stipendien für Inlandspraktika gibt es hingegen keine. Wer BAföG bezieht, kann eine zusätzliche Förderung für ein Praktikum beantragen, was jedoch sehr bürokratisch ist. Zudem erhalten nicht alle Studierende, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen, BAföG.
Die Idee zur Stiftung kam mir, als wieder einmal ein Student bei mir in der Beratung saß, der sich ein Praktikum nicht leisten konnte, weil er dann seinen Nebenjob hätte kündigen müssen oder er einen Umzug nicht hätte stemmen können. Studierende, die sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen, können vielleicht den Studieralltag ganz gut meistern, haben aber Nachteile bei der Berufsorientierung, weil sie eben nicht jedes Praktikum machen können. Darüber hinaus haben sie Nachteile, wenn es auf das Ende des Studiums zugeht.
In Gesprächen mit Bachelor-Studierenden unseres Instituts habe ich oft Klagen darüber gehört, dass das Verfassen einer Abschlussarbeit so schwer mit dem Arbeitsleben zu vereinbaren sei. Während andere sich ganz auf ihre Abschlussarbeiten konzentrieren können, müssen bedürftige Studierende weiterhin nebenher Geld verdienen. Dies ist die zweite Förderidee der Max-Zinterer-Stiftung: Studienabschlussstipendien. Studierende sollen sich in ihrem letzten Semester ohne finanzielle Sorgen ihrer Abschlussarbeit widmen können.
